Die ''Wehrmacht''

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Soldat-Tobias

Die ''Wehrmacht''

Beitrag von Soldat-Tobias » 27.01.2006, 21:07

ich hab bei mir daheim noch alte probaganda bücher.Hab etwas gelesen und habe gemerkt dass des buch noch ne wirkung auf mich hatte.Des eine kapitel ging um die ostfront im jahr 1944 da wurden die deutschen als überlegen beschrieben sie schlagen jeden angriff ab die bolschewistischen wellen peitschen gegen unsere soldaten aber unsere soldaten haben die angriffe zurückgeschlagen und die lücke wieder geschlossen.Also mann muss aufpasse was mann liest


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Oberheereskommando
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Beitrag von Oberheereskommando » 27.01.2006, 21:54

das in einem propagandabuch keine niederlage "gefeiert" werden, spricht für sich, oder !?
allerdings ist das gar nicht so falsch, was in dem buch geschrieben steht. der deutsche vormarsch gen osten war anfangs unaufhaltsam. auf dem vormarsch wurden zig tausende russische gefangene gemacht (ich glaube um 650.000 soldaten!). allerdings wurde der vormarsch so schnell vorangepeitscht, dass er zwischendurch zum erliegen kam, weil der nachschub einfach nicht nachkam. der grund lag insofern auf der hand, da die lkws, die zum transport des nachschub hauptsächlich kriegsbeute war und in sämtlichen ecken europas zugegen waren, wodurch der verschleiß enorm war. ersatzteile für die verschieden fahrzeuge (über 2000 verschiedene typen) zu erhalten erwies sich als schier unmöglich.

endgültig zum erliegen kam der vormarsch der wehrmacht im winter '41 hereinbrach und die sog. "rasputiza" mitsichbrachte (z.dt. "wegelosigkeit").
durch die "rasputiza" blieben die fahrzeuge und panzer im schlamm und morast stecken und auch die infanterie steckte bis zum stiefelschaft im matsch.

aufgrund der immer stärker werdenden roten armee, wurde die wehrmacht letztlich zurückgeschlagen. die russen waren einfach mit den wetterverhältnissen vertraut.

zu dem hatten die deutschen noch ihre sommeruniform an und so kam es zu mehr toten durch erfrieren als durch kampfhandlungen..

im frühjahr '42 ging der vormarsch der wehrmacht, wie schon im vorjahr, unaufhaltsam weiter bis stalingrad....

so viel dazu...

aber mich würde gerne mal interessieren, wie es in diesen büchern weitergeht !!


MkG OHK
"Wir haben es mit einem äußerst kühnen und geschickten Gegner zu tun, mit einem großen Feldherrn, wenn ich so etwas über die Schrecken des Krieges hinweg sagen darf." Winston Churchill

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Beitrag von sit17 » 14.04.2006, 21:25

Nicht so voreilig mit der Stärke der deutschen Wehrmacht. Lest auch mal die russischen Bücher über den Krieg. Man sollte sich auch immer die Gegenseite anhören, ein Gesetz des Lebens übrigens.

Ich habe vor kurzen billig das Buch "Soldatenpflicht", die Erinnerungen des ehemaligen Frontoberbefehlshabers Rokossowski, gekauft. Eine Front ist bei den Russen ist sowas zwischen einer Armeegruppe und einer Heeresgruppe bei der Wehrmacht.

Er schreibt unter anderen, ich gebe es mal in eigenen Worten wieder:“Der strenge Winter1941/42 hat den Deutschen mehr geholfen als geschadet. Weil die zum Gegenangriff antretenden Truppen von uns oft bis zu den Hüften im Schnee waten mussten und ebenfalls unter den schlechten Wegen litten hat der Winter es den deutschen Generälen wenigstens ermöglicht die Mehrheit der Soldaten vor unserer machtvollen Offensive zu retten, wenn auch viel Material verloren ging.“


Das die Schlacht vor Moskau verloren ging ist Hitler und seinem Führungsstab vorzuwerfen. Wenn ich in ein Gebiet einfalle, muss ich mich auch mit den klimatischen Bedingungen befassen und sie in den Plan miteinbeziehen. Der deutsche Oberbefehlshaber hatte sich bei der Planung der Operation „Taifun“ verschätzt. Das Oberkommando der Sowjets nicht. Die Niederlage vor Moskau ist auf die Überlegenheit des sowjetischen Oberkommandos unter Stalin gegenüber dem deutschen Oberkommando unter Hitler.

Dies ist typisch für die Wehrmacht. Sie verfügte über gutes Material, gut ausgebildete und motivierte Soldaten und auch über hervorragende Offiziere und Generäle. Jedoch reicht dies nicht für einen Sieg. Man braucht ebenso einen guten Oberbefehlshaber. Bei einer militärischen Operation müssen auch nicht militärische Tatsachen berücksichtigt werden. Wie kann die Truppe versorgt werden, reicht die Industrieproduktion aus um genügend Munition und Treibstoff zu produzieren, wie sieht das Nachschubsystem aus, wie sieht die außenpolitische Lage aus, welche Mittel hat der Gegner.
Das Oberkommando der Wehrmacht hat bei diesen Punkten manchmal derartig sich verschätzt, dass auch die besten Truppen dies nicht rausholen konnten. Bei Hitler war dies besonders schlimm, da er manchmal die Realität völlig verkante, zum anderen jedoch oberster Befehlshaber(!!!!) war. Die schlechte oberste Führung der Wehrmacht, insbesondere Hitler, ist für die Niederlage der deutschen Truppen verantwortlich, seine Strategie war militärtaktisch zum Teil sehr gut (Frankreich/Norwegen), jedoch außenpolitisch ein Desaster, Deutschland kämpfte fast allein gegen die größten Industriemächte GB, USA und UdSSR.
Deutschland kämpfte in Afrika, Russland, auf dem Balkan, im Atlantik, sowie an der Westfront, logisch das da der Nachschub auf der Strecke blieb, logisch dass Gegner immer zahlenmäßig weit überlegen war. Hitler erkannte dies jedoch nicht.
Die Schwäche der Wehrmacht war ihre miserabele oberste Führung(nicht die Generäle, sondern Hitler und Konsorten), diese war so schwerwiegend, dass sie nicht ausgeglichen werden konnte. Mit ihrem Oberkommando, vor allem ihrem „Führer“ war die Wehrmacht auf Dauer dem Gegner unterlegen.

Ähnlich war es im ersten Weltkrieg, Kaiser Wilhelm der II gestaltete die Politik derart, dass man alleine mit Österreich und dem Osmanischen Reich gegen die Welt kämpfte, sowie im Krieg im Pazifik von 1941-45.

Tobias
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Beitrag von Tobias » 17.04.2007, 14:42

:roll:
Zuletzt geändert von Tobias am 18.04.2007, 18:16, insgesamt 3-mal geändert.

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Beitrag von Aggregat 4 » 17.04.2007, 18:49

Hallo Soldat-Tobias,

es ist richtig,indem du schreibst: "Nach 1943 fing die Rote Armee
an,taktisch klüger vorzugehen als davor!"Ich möchte nur einen
Aspekt nennen,warum die Anfangserfolge der Deutschen Wehrmacht
41-42 so groß waren: Aus dem schlechten Ausbildungsgrad der sowjetischen Offiziere! Von den 100000 Offizieren,die 1937 in der Roten Armee aktiv dienten,wurde etwa die Hälfte 50000 !! durch den stalinistischen Terror liquidiert.
Stalin ermorderte mehr sowjetische Offiziere im Rang eines Oberst,als später den Deutschen im Krieg zum Opfer fielen.Von diesen Verlust an
gut ausgebildeten Offizieren konnte sich die Rote Armee erst ende 42
anfang 43 erholen.Es gibt natürlich noch unzählige Punkte und Faktoren,
die man nennen könnte ,wollte eben nur einen Aspekt erhellen.

MFG Aggregat 4


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